Über uns: Substratkultur

Substratkultur

Der verheerende Hagel im Mai 2003 zerstörte ca. 80% des Glases unserer Gewächshäuser und bewirkte somit schneller als ursprünglich geplant einen raschen Richtungswechsel, der zukunftsweisend für den Betrieb war.

So entstand eine moderne, hoch technisierte Gewächshausanlage, in der Paprika, Tomaten, Gurken und Auberginen in Substratkultur wachsen. Für diese Anbauform benötigt man hohe Gewächshäuser, da diese ein günstigeres Verhältnis von Oberfläche zu Volumen haben und so ein optimales Klima erzeugt werden kann. Zusätzlich helfen moderne Energieschirme dabei, die Wärme im Gewächshaus bei kühlen Temperaturen oder nachts besser zu halten. Die Versorgung der Gewächshauskulturen wird komplett durch einen RAM-Klimacomputer gesteuert; er berechnet z.B. die nötige Düngergabe, welche durch modernste Mischbatterien zusammengestellt wird und die Pflanze optimal versorgt.

Diese Anbauform bietet viele Vorteile:

  • Die Kulturdauer umfasst fast 11 Monate, es kann 8 - 9 Monate geerntet werden, dies ermöglicht auch eine Marktversorgung mit deutscher Ware im Zeitraum März - April und Oktober - November.
  • Durch die kontrollierten Anbaubedingungen sind die Früchte nahezu immer von gleicher Größe und Qualität, geschmacklich einwandfrei, weniger anfällig für Platzer und haben eine bessere Haltbarkeit.
  • Man kann über viele Jahre hinweg die Kultur am gleichen Standort anbauen, da keine Probleme mit Bodenmüdigkeit oder bodenbürtigen Krankheitserregern auftreten.
  • Optimale Bedingungen für die Pflanzen helfen dabei, den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln sehr gering zu halten. Zudem haben die Pflanzen keinen Kontakt mit dem Boden, in dem sich möglicherweise Schädlinge und Krankheitserreger befinden können, da der Boden mit weißer Folie abgedeckt ist. Die weiße Folie sorgt des Weiteren dafür, dass das einfallende Licht reflektiert und dadurch besser ausgenutzt werden kann.
  • Die gezielte und optimale Versorgung der Pflanzen mit Dünger, sowie die Aufbereitung von Drainwasser verhindert eine Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser.
  • Der Nützlingseinsatz kann effektiver und sicherer betrieben werden, da die Lebensbedingungen für die Nützlinge nahezu immer konstant sind und es keinen zusätzlichen Druck durch aus dem Boden hervor kommende Schädlinge gibt. Durch die lange Kulturzeit haben die Nützlinge auch die Chance, eine funktionierende Population aufzubauen und so bereits kleinste Befallsherde rasch zu eliminieren.
  • Pflege- und Erntearbeiten können in aufrechter Haltung durchgeführt werden und entlasten somit die Mitarbeiter